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Chronik

Reychs-Chronik

Stand im Lenzmond a. U. 155

 

Die Entstehung des Reyches Hohenschramberg im Herbst a. U. 126 ist das Verdienst des wld. Rt Cor.eau-col der Comentatore (Peter O. Paeffgen). Damals war er Sasse der hohen Offenburgia Badensis (271). Durch seine profane Tätigkeit als Journalist an die Fünftälerstadt Schramberg gebunden, wurden ihm die Ritte durch das winterliche Kinzigtal zu den Sippungen in Offenburg zunehmend beschwerlich. Mit dem Gedanken, Uhu eine neue Heimstatt im Schwarzwald zu stiften, suchte er Gleichgesinnte. Bald gewann er mit der ihm eigenen Beharrlichkeit die fahrenden Ritter Chassis-Bon Conte d’amour (52 - N. Call) und Enzio mit dem Tiefgang (232 - N. Pfannenschmidt) für seinen Plan. Ihnen schlossen sich die Ritter Technofex der starkströmige Rum-Treiber (355), Jk Winfried heute Rt. Papaquello der gelassene R(h)einschmecker (271), Rudimann der Saunier (21), und Wotan der Zitterwels (173) an. Unermüdlich warben die Gründer um weitere Interessenten für den Uhubund.

 

Am 11. Windmond a. U. 126 traf man sich erstmals zum Schlaraffischen Stammtisch im Parkhotel (heute Villa Junghans). Von Anfang an wurde großen Wert auf spiegelgerechtes Verhalten gelegt, was bei dem Ungestüm der schlaraffisch jungen Kornette nicht immer gelang. Oft ertönte das „Mo-ment mal!“ des Mentors Rt Cor-eau-col, wenn etwas nicht seinen Vorstellungen entsprach. Häufige Einritte aus dem Mutterreych Offenburgia Badensis, dem Großmutterreych Fryburgia Brisgaviae und den umliegenden Reychen Ad Villingam und Hohenfreudenstatt sowie mutige Gegenausritte brachten allmählich die nötige Selbstsicherheit. So konnte am 20. Wonnemond a. U. 129 das Feldlager errichtet werden.

 

Während man zunächst weiter im Parkhotel sippte, wurde in der Sommerung a. U. 129 mit gemeinsamer Anstrengung der Gewölbekeller im vormaligen Gasthof „Zum Paradies“ ausgebaut und zur Schlaraffenburg umgestaltet. Diese große Gemeinschaftsaufgabe stärkte den Zusammenhalt und das Selbstbewußtsein der Sassen. Stolz konnten sie am 18. Lenzmond a. U. 130 mit den zahlreich aus allen Windrichtungen eingerittenen Freunden die Coloniegründung feiern. Insgesamt 23 präsumtive Ritter und künftige Erzschlaraffen wurden in ihren schwarz-roten Rüstungen unter dem von Rt Scribole der Kritzelweise geschaffenen Reychswappen des zukünftigen Reyches Hohenschramberg bejubelt. 

 

Schließlich erfolgte am 13. Ostermond a. U. 132 die langersehnte, feyerliche Sanktion. In der strahlenden Festsippung fungierten erstmals als Oberschlaraffen die Ritter Cicero der fröhliche Leu (OK), Gutedel mit der hohen Dämmerungsleistung (OÄ) und Vestito der Stofflefan (OI). Sie wurden unterstützt durch die Ritter Technofex (K), Sven Hedin (M) und Dengele (C). Der Chronist vermerkt als schlaraffischen Urknall die von den rauflustigen Teutschherren (399) zum Festabend der Sanktion überbrachte Forderung zu einer Reychsfehde. Das damals jüngste Reych im Uhuversum nahm diese Forderung mutig an und verließ nach tapferem Streit die Walstatt auf dem neutralen Boden der hohen Stutgardia als zweiter Sieger.

 

Die kommenden Jahrungen waren dem weiteren Aufbau des Reyches gewidmet. Ein muntere Junkertafel sorgte für kreative Impulse im Reych, durch fleißige Ausritte konnten viele neue Kontakte und Freundschaften nicht nur zu den Nachbarreychen im 11. Sprengel, sondern im weiten Uhuversum geknüpft werden. So war es wiederum eine große Freude für das Reych Hohenschramberg, als ihm unter dem Jubel zahlreicher eingerittenen Freunde aus nah und fern am 17. im Ostermond a.U. 140 im festlichen Rahmen der Aha-Orden verliehen wurde. Der Überbringer ASR Inkasso der B’Asketische lobte damals die Beharrlichkeit der Reychssassen, durch die sich ein ansehnlicher Zweig am Baume Schlaraffias entwickelt habe. 

 

Dass nicht nur die feyerlichen Anlässe das schlarafische Spiel in seiner bunten Vielfalt widerspiegeln, sondern jeder Sippungsabend zu einer Feier des Geistes und der Freundschaft werden kann, diesem Wunsch ihres Ehrenritters Inkasso entsprachen die Hohenschramberger in den kommenden Jahrungen immer wieder. Unter der Leitung des Rt Quintatön der Taktvolle fand sich im Laufe der Jahrungen ein Reychsorchester zusammen, dessen Musikalität überall gern gehört wird. Um die Freundschaftsbande mit anderen Reychen noch fester zu knüpfen, wurde die Rochus-Merz-Ritterschaft gebildet, deren Tafelrunde heute 42 edle Recken aus 12 Reychen versammelt. Von den zahlreichen Freunden aus anderen Reychen, die sich um das Reych Hohenschramberg besonders verdient gemacht haben, tragen 10 Recken den Ehrenritterhelm des Reyches. Die 500. Sippung nahm das Reych zum Anlass, um den Stahlbildhauer Prof. Erich Hauser (1930-2004), dessen künstlerische Anfänge in Schramberg liegen, zum Ehrenschlaraffen Edelstahl zu küren. An ihn erinnert auch eine Edelstahl-Bank im Schramberger Park der Zeiten. Sie konnte dank der Spendengelder des Reyches aufgestellt werden. 

 

Das Fest am 29. Lenzmond a. U. 155 anlässlich der 25. Wiederkehr seines Stiftungstages gibt dem Reych wiederum Anlass für nachdenklichen Rückblick und hoffnungsfrohe Vorausschau: Im Schatten der trutzigen Burg Hohenschramberg, der Namensgeberin unseres Reiches, und weiterer stolzer Burgruinen über den fünf Schramberger Tälern hat sich in der Stadt mit der schlaraffischen Paradiesburg eine ritterliche Heimstatt gegründet. Sie bietet heute Platz und Raum für viele fröhliche und denkwürdige Sippungen mit den Freunden aus dem weiten Uhuversum und wird hoffentlich noch viele Jahre Bestand haben.

 

Der vorliegende Text wurde auf Grundlage des von wld. Rt. Quer-fällt-ein verfassten Chronik-Textes aus der Jahrung a. U. 150 erweitert.

 

Grafiffikus

im Lenzmond a.U.155     

 

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